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Blöde Frage – oder? Schließlich waren wir alle in der Schule, wo man uns beigebracht hat, dass ein Satz aus Subjekt, Prädikat und Objekt besteht und viele Sätze einen Text ergeben.

Kann man aber auch lernen, gute Texte zu schreiben? Da fällt die Antwort schon schwerer. Was ist das überhaupt, ein guter Text? Einer, der viele Leser findet? Einer, der einen den Alltag vergessen lässt? Oder einer, der zwingt, Missstände zur Kenntnis zu nehmen oder uns tief in die Abgründe der menschlichen Seele mitnimmt? Genauso gehen die Meinungen auseinander, ob ein Werk aufklärerisch oder Schwarzmalerei ist, mitreißend erzählt oder Eskapismus, minutiös beschreibend oder langatmig.
Und da schon keine Einigkeit besteht, was einen guten Text ausmacht, wird auch die Debatte, ob man lernen kann gut zu schreiben, seit langem kontrovers diskutiert. Während die einen argumentieren, Schreiben sei eine Art Handwerk, dessen Techniken es zu beherrschen gelte, befürchten die anderen, die Einhaltung derartiger Regeln führe zu formelhaften, oberflächlichen Werken.

Ich sehe das etwas anders: Geschichten funktionieren tatsächlich nach bestimmten Regeln. Diese Regeln zu kennen, einzusetzen und – wenn gewünscht – gekonnt zu brechen, führt dazu, dass eine Geschichte als unterhaltsam empfunden wird. Das reicht vermutlich nicht, um zum international gefeierten Bestsellerautoren zu werden oder den Nobelpreis zu erringen (ebenso, wie langes, intensives Üben eines Instruments, ein gutes Gehör und ein sicheres Rhythmusgefühl einen nicht automatisch zum international gefeierten Virtuosen machen), aber sein Publikum zu erreichen und zu unterhalten, ist schon mal ein gutes Etappenziel.
Darüber, wie sich dieses Ziel erreichen lässt, werde ich hier immer mal wieder schreiben.

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