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Alexander Steele ist der Direktor des Gotham Writers‘ Workshops in New York, einer der größten Schulen für kreatives Schreiben und selber Autor mehrerer Kinderbücher, Theaterstücke und Sachbücher. „Romane und Kurzgeschichten schreiben“ macht die Erfahrungen der Schule allgemein zugänglich. Das Buch ist inzwischen zu einem Klassiker unter den Ratgebern zum Thema kreatives Schreiben avanciert.

„Romane und Kurzgeschichten schreiben“ versteht sich als Arbeitsbuch und wenn man es durcharbeitet gelangt man tatsächlich zu einem besseren Verständnis, wie und warum Geschichten funktionieren. Die zehn Kapitel befassen sich mit den Themen „Literatur: Was, Wie und Warum?“, „Figuren: Charaktere, die Schatten werfen“, „Plot: Eine Frage des Brennpunkts“, „Perspektive: Das komplette Menü“, „Beschreibung: Mit Wörtern malen“, „Dialog“, „Ort und Zeit“, „Stimme: Der Klang einer Geschichte“, „Thema: Worum geht es hier eigentlich“ und „Überarbeitung“. In jedem der Kapitel finden sich Übungsaufgaben und am Ende eine Checkliste, mit der die Inhalte noch einmal überprüft werden können. Als Bonbon gibt es eine Kurzgeschichte von Raymond Carver, die oft für Beispiele herangezogen wird.
Die Inhalte werden klar und nachvollziehbar vermittelt, die Übungen bauen didaktisch darauf auf und führen auch beim wiederholten Durcharbeiten immer wieder zu neuen Einsichten. Der einzige Wermutstropfen besteht darin, dass die Beispiele und Literaturhinweise meist älter sind und überwiegend aus dem anglo-amerikanischen Raum stammen. Aber da es sich um eine Übersetzung aus dem amerikanischen handelt und das Buch schon 2004 erschienen ist, lässt sich das nicht vermeiden.

Kurz zusammengefasst: Ein Praxisbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Romane und Kurzgeschichten schreiben. Mit einer Kurzgeschichte von R. CarverRaymond Carver, Alexander Steele (Hrsg.)
Autorenhausverlag 2004

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